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Den letzten Tag in León nutzten wir um letzte Einkäufe zu erledigen und noch einmal zum Abschied durch Leóns Strassen zu streifen.

Am Nachmittag setzten wir uns noch einmal mit zo gut wie allen nicas die am Austausch teilgenommen hatten zusammen, für eine kleine Evaluation.  Von uns Deutschen bereut keiner an diesem Austausch teilgenommen zu haben und all die Probleme, angefangen von Krankheiten, Hitze, überanstrengung, Kommunikationsprobleme in der Gruppe und mit den Nicas usw. sind einfach Part eines solchen Austausches und auch negative Erfahrungen oder insbesondere negative Erfahrungen bringen uns in unserem Leben weiter.

So möchten wir uns an dieser Stelle ganz herzlich bedanken, bei den Nicas für das vorbereitete Programm und die freundliche Begrüssung, bei der AGfJ für die Unterstützung und natürlich beim Senat für die Finanzierung.

Danke.

Wir sind alle glücklich und ohne weitere Zwischenfälle in Hamburg angekommen, ein wenig ungewöhnlich ist es durchaus, nicht nur das regnerische Wetter….

Mirador Catarina

Nach einer langen Nacht in Granada schlafen wir erstmal bis 9 Uhr aus! Vor dem Badezimmer gibt es eine riesige Schlange von Leuten, die duschen wollen. Gleich nach dem Frühstück geht es los mit einpacken und aufräumen des Hauses. Wir fahren mit dem voll aufgeladenen Bus zu einem Aussichtspunkt auf eine Laguna. Der Ort heißt Mirador Catarina und ist wunderschön. Eine Stunde reicht uns nicht aus um die zu genießen. Für  uns sind das die letzten Blicke auf Nicaragua, weil wir übermorgen nach Deutschland fahren müssen.

Andere beeilen sich ihre letzten Einkäufe von Geschenken auf dem kleinen Markt dort auch noch zu machen. Die Zeit vergeht ziemlich schnell. Rund um Mittag sitzen wir wieder im Bus auf dem Weg nach Masaya, wo wir zu Mittag essen. Mit kleinen Ausnahmen schlafen alle in dem Bus tot vor Müdigkeit. Der geplante Vulkan Besuch fällt leider aus und wir fahren direkt nach Leon. Nach der langen Reise müssen wir uns ausruhen, weil uns eine noch längere Reise erwartet-die nach Deutschland.

29.08.2009

Ausnahmsweise durften wir heute mal etwas länger schlafen, dafür verlief der Tag wie so oft in letzter Zeit ziemlich chaotisch. Vormittags wurde uns Mosaico vorgestellt, eine Organisation, die Personen, die Freiwilligendienst leisten wollen an verschiedene Organisationen in Guatemala, Nicaragua und El Salvador vermittelt. Die danach geplante Citytour fiel leider aus. Wie so oft waren einige aus der Gruppe krank und kamen somit in den Genuss der kostenlosen Krankenversorgung.

Nachmittags stand eine Bootstour auf dem Plan, bei der wir im nieselnden Regen durch die wunderschönen Isletas del Lago de Nicaragua fuhren. Die Inseln sind alle in Privatbesitz. Und wir haben auch Affen gesehen. Und tolle Blumen. Und viele Palmen und große Bäume. Und sprechende Papageien, auf der Insel, auf der wir kurz Zwischenstop machten. Und wir kamen auf die brilliante Idee vom Geld des Senats eine der Inseln zu kaufen, damit in Zukunft der Austausch dort stattfinden kann.

Abends gingen wir alle zusammen in die Disko, bis auf Janni, die krank im Bett lag. Und Diedrich war auch nicht dabei.

28.08.2009

Am Wochenende war Familienbesuch angesagt. Das heißt, das jeder von uns in die Familie eines Nicas geht und mit seiner/ihrer Familie das Wochenende verbringt.

Einige fuhren nach Poneloya an den Strand, andere zum Fussballtraining, zur Oma zum basteln, zu Treffen der Sandinistischen Jugend oder nach Managua zur Feier des abgeschlossenen Alphabetisierungskampagne mit Ortega…. Und vieles mehr…..

Am Montag hatten wir dann wieder hartes Programm; wir sind morgens um sieben Uhr losgefahren um den Vulkan Santa Clara zu besteigen. Der ist nicht weit weg von León und doch haben wir est gegen Neun Uhr mit dem Aufstieg begonnen. Der Aufstieg sollte dreieinalb Stunden dauern und das heißt, wir würden direkt in der Mittagshitze hochsteigen…wir haben uns trtozdem frohen Mutes auf den Weg gemacht. Der Weg ging erst lange Zeit gerade bzw. Nur mit leichter Steigung und war auf jeden Fall sehr schön. Nach ca. zwei Stunden Laufen fing dann der eigentliche Aufstieg auf den Vulkan an. Hier wurde der Weg auch eindeutig steiler und anstrengender und unsere Wasservorräte schwanden schnell dahin, doch nach rekordverdächtigen drei Stunden standen wir dann auf dem Gipfel. Der Ausblick war der Hammer und hat uns auf jeden Fall für die Anstrengung belohnt.

Nachdem wir eine Weile ausgeruht hatten machten wir uns dann an den Abstieg. Dieser war zwar kürzer, dafür aber auch um einiges steiler und durch viele lose Steine und rutschige Stellen auch gefährlicher. Nicht wenige von uns haben sich (im besten Fall) auf den Arsch gesetzt oder (im schlimmsten Fall) vorwärts den Abhang runter die Knie aufgeschürft.

Nach zwei Stunden hatten wir auch das geschafft und haben dann um vier Uhr Mittag gegessen. Wir haben dann noch einen kleinen Abstecher zu heißen Quellen gemacht, die dort in der Nähe sind. Unsere Kräfte reichten dann auch noch aus, um eine Schlammschlacht zu machen.Zu Hause passierte dann aber nicht mehr viel, weil wir alle zu kaputt waren. Am nächsten Morgen sind wir dann wieder mit jeweils einem Nica losgezogen um “un dia en mi vida” (ein Tag in meinem Leben) zu verbringen. D.h. Man begleitet die Person überall hin und verkebt mit ihm/ihr einen tyischen Tag in ihrem/seinem Leben. Abends sind wir dann noch in die Disko gegangen und haben in Leos Geburtstag reingefeiert.

27.08.2009

Am heutigen Tag besuchten wir am Morgen ”Las Tias”. Es ist eine Organisation, in der die sogenannten “Tias” Kinder von der Straße holen, ihnen eine Betreuung bieten und dafür sorgen, dass sie in die Schule gehen.

Sehr interresant war, dass einige von der ASIJUL die wir kennen als Kinder bei “Las Tias” versorgt wurden.

In der ASIJUL zurück bekammen wir Besuch von einer Mitarbeiterin von Aldea S.O.S, die uns erzählt hat wie ihr Projekt funktioniert und uns zahlreiche Briefe mitgebracht hat, die von den Kinder geschrieben wurden. Am Nachmittag hatten wir teilweise Freizeit und einige haben sich für die “Noche Cultural” vorbereitet.

Ab acht Uhr ging das Event dann los. Die Nicaraguaner musizierten zusammen mit einigen von uns, und Franklin von der ASIJUL stellte uns seine Band vor, die uns einen tollen Abend geboten hat. Auserdem muss man erwähnen, dass Martina zusammen mit Franklin ein kleines selbstgeschriebenes Duett gesungen hat. Wir sahen einige spannende Feuerspiele und es wurde bis tief in die Nacht getanzt .

26.08.2009

Da wir am gestrigen Abend im Don Señor tanzen waren, begann der heutige Vormittag für alle etwas schwierig und es erwartete uns alle ein straffes Programm. Es ging vormittags los mit dem Besuch des Museo Entomológico, wo einige tausend Insekten, Spinnen, Schmetterlinge und sonstiges Getier ausgestellt wurden. Ziel des Museums ist die Konservierung der Artenvielfalt für die Nachwelt sowie die Erforschung der komplexen Verflechtungen der Ökosysteme. Anschließend besuchten wir CIMAC,wo die verschiedenen Waldtypen von Nicaragua zu finden sind, von savannenartigen Wäldern bis zum tropischen Regenwald.

Der Nachmittag widmete sich dann der Politik und Geschichte Nicaraguas. Einige aus der ASIJUL sind auch Mitglieder in der Sandinistischen Jugend. Sie zeigten uns das Haus, in dem sie sich versammeln und stellten uns ihre Geschichte, sowie ihre aktuelle politische Arbeit vor. Selbstverständlich wurden wir mit großen Fahnen und einem Mitgliedsausweis versorgt. So ausgestattet zogen wir weiter in Richtung Innenstadt um uns eine Galerie anzugucken, in der Bilder und Andenken von in der Revolution gefallenen Guerrilleros ausgestellt wurden. Danach ging es weiter ins Revolutionsmuseum an der Plaza Central, wo wir einen mehrstündigen geschichtlichen Überblick über das gesamte 20. Jahrhundert von Nicaragua erhielten. Um uns wach zu halten, kochte er uns zwischendurch sogar Kaffee. Den Abend ließen wir mit einem Film zur Abwechslung mal etwas ruhiger ausklingen.

Vulkan Santa Clara, dia de mi vida

Am Wochenende war Familienbesuch angesagt. Das heißt, das jeder von uns in die Familie eines Nicas geht und mit seiner/ihrer Familie das Wochenende verbringt.

Einige fuhren nach Poneloya an den Strand, andere zum Fussballtraining, zur Oma zum basteln, zu Treffen der Sandinistischen Jugend oder nach Managua zur Feier des abgeschlossenen Alphabetisierungskampagne mit Ortega…. Und vieles mehr…..

Am Montag hatten wir dann wieder hartes Programm; wir sind morgens um sieben Uhr losgefahren um den Vulkan Santa Clara zu besteigen. Der ist nicht weit weg von León und doch haben wir est gegen Neun Uhr mit dem Aufstieg begonnen. Der Aufstieg sollte dreieinalb Stunden dauern und das heißt, wir würden direkt in der Mittagshitze hochsteigen…wir haben uns trtozdem frohen Mutes auf den Weg gemacht. Der Weg ging erst lange Zeit gerade bzw. Nur mit leichter Steigung und war auf jeden Fall sehr schön. Nach ca. zwei Stunden Laufen fing dann der eigentliche Aufstieg auf den Vulkan an. Hier wurde der Weg auch eindeutig steiler und anstrengender und unsere Wasservorräte schwanden schnell dahin, doch nach rekordverdächtigen drei Stunden standen wir dann auf dem Gipfel. Der Ausblick war der Hammer und hat uns auf jeden Fall für die Anstrengung belohnt.

Nachdem wir eine Weile ausgeruht hatten machten wir uns dann an den Abstieg. Dieser war zwar kürzer, dafür aber auch um einiges steiler und durch viele lose Steine und rutschige Stellen auch gefährlicher. Nicht wenige von uns haben sich (im besten Fall) auf den Arsch gesetzt oder (im schlimmsten Fall) vorwärts den Abhang runter die Knie aufgeschürft.

Nach zwei Stunden hatten wir auch das geschafft und haben dann um vier Uhr Mittag gegessen. Wir haben dann noch einen kleinen Abstecher zu heißen Quellen gemacht, die dort in der Nähe sind. Unsere Kräfte reichten dann auch noch aus, um eine Schlammschlacht zu machen.Zu Hause passierte dann aber nicht mehr viel, weil wir alle zu kaputt waren. Am nächsten Morgen sind wir dann wieder mit jeweils einem Nica losgezogen um “un dia en mi vida” (ein Tag in meinem Leben) zu verbringen. D.h. Man begleitet die Person überall hin und verkebt mit ihm/ihr einen tyischen Tag in ihrem/seinem Leben. Abends sind wir dann noch in die Disko gegangen und haben in Leos Geburtstag reingefeiert.

Erneut gewalttätige Übergriffe

Am Samstag, den 8. August 2009, wurden Mitglieder des regierungskritischen Bündnisses ‚Coordinadora Civil‘ mit Steinen, Knüppeln und Fußtritten angegriffen, als sie sich in Managua vom Ort einer Vollversammlung wenige hundert Meter weiter zu einem Festakt auf dem Gelände der Kathedrale von Managua begaben.

Bei den bewaffneten, größtenteils jugendlichen Angreifern handelte es sich um Angehörige der Sandinistischen Jugend und Sympathisanten der FSLN-Regierung Daniel Ortegas, sie wurden von namentlich bekannten öffenlichen Amtsträgern und FSLN-Mitgliedern organisiert und dirigiert: Mailing Calero, Vizeministerin für Tourismus, Cándida Huete, FSLN-Stadträtin von Managua, Francisco Gutiérrez Ortega von der Gemeindeverwaltung in San Rafael del Sur und Pedro Orozco.
Etwa vierzehn, meist ältere Personen der Coordinadora Civil wurden bei den Angriffen durch Faustschläge, Fußtritte, Steinwürfe und Hiebe mit Stangen verletzt, bis sie sich schließlich auf das Gelände der Kathedrale flüchten konnten.

Das Nicaraguanische Zentrum für Menschenrechte (CENIDH) verurteilte „die wiederholtenAngriffe auf Demonstrations- und Bewegungsfreiheit der Nicaraguanerinnen und Nicaraguaner“ und den dafür öffentlich finanzierten Einsatz von Schlägerbanden.

Die ‚Coordinadora Civil‘ ist ein Zusammenschluß zahlreicher Nicaraguanischer Nichtregierungsorganisationen, der in der Notsituation nach dem Hurrikan ‚Mitch‘ 1998 ins Leben gerufen wurde. Aktuell übt das Bündnis Kritik an der Einschränkung der demokratischen Grundrechte und Abbau des Rechtsstaats seitens der Regierungspartei FSLN.

Quelle: Nicaragua Verein Hamburg,  17.08.2009 ;der seinerseits als Quellen nennt: [AS] Radio ‚La Primerísima‘, CENIDH, Coordinadora Civil

Dritte Woche

Nach den letzen beiden sehr aktiven Tagen, folgte heute ein etwas enspannteres Programm mit einer theoretischen Einheit am Vormittag über die Wasserproblematik insbesondere in Nicaragua. Für etwas Aufregung sorgte nach dem Mittagessen die Frage, wer dieses Wochenende in welcher Familie verbringen sollte. Grund dafür ist vor allem das etwas anstrengende Mann-Frau Verhältnis in dieser Machogesellschaft sowie die Tatsache wie ausgewählt wurde, wer auf der Seite der Nicas eigentlich einen Deutschen aufnehmen darf. Das wurde alleine von der ASIJUL entschieden und hatte nichts damit zu tun, ob man sich gut mit jemandem versteht oder nicht. So müssen nun mehrere von uns in den etwas sauren Apfel beißen und das Wochenende bei Nicas verbringen, mit denen sie eigentlich nicht so gut klar kommen. Aber wir werden sehen wie es wird.

Der Nachmittag war dann mehr oder weniger frei. Einige fuhren nach Poneloya, andere von uns nahmen an dem auf den freien Nachmittag verschobenen Programmpunkt über die cooperación externa im Rathaus teil. Dabei erhielten wir nicht nur eine Führung durch das Rathaus, bei der wir auch die Ehre hatten das Büro und die Schwester des Bürgermeisters kennenzulernen. Der eigentlich Punkt ging jedoch um die Außenbeziehungen der Stadt León, die sich auf die Pflege und Aufrechterhaltung der Städtepartnerschaften konzentriert.