Jugendaustausch 2009

Im August diesen Jahres ( vom 9. August bis 8. September 2009) freut sich der Arbeitskreis Burkina Faso der Arbeitsgemeinschaft freier Jugendverbände, eine Jugenddelegation aus Ouagadougou / Burkina Faso (Westafrika) in Hamburg begrüßen zu dürfen.

Der interkulturelle Jugendaustausch mit unseren PartnerInnen vom Zeitungsprojekt L`oeil des Jeunes in Ouagadougou besteht inzwischen seit drei Jahren sehr erfolgreich.
Die AGfJ möchte in diesem Jahr den Burkinabé die Stadt Hamburg vorstellen. Das vielseitige Programm greift gleichzeitig auch Themen wie politische und sexuelle Diskriminierung, Bildung, Kolonialismus, Religion und die deutsche Geschichte auf.

Wir laden alle Burkina Faso Interessierte dazu ein, am bunten Programm des Austausches teilzunehmen. In diesem Zusammenhang laden wir Sie/euch herzlich zur Willkommensfeier ein:

Am 12.08.2009 im Blauen Saal am Stintfang
Alfred-Wegener-Weg 3, 20459 Hamburg
Einlass ab 19:00, Beginn um 19:30


gt, agfj

Sa 30.8. Krokodile und der Pate

Als wir aufstanden, waren Julien, Christine und Hristina gerade erst von der Party im Kingston zurückgekommen. Deshalb nahmen sie dann auch am Vormittagsprogramm nicht teil. Wir fuhren zuerst zur Deutschen Botschaft, dort sollte ein Afrikanischer Film gezeigt werden. Mensch hatte wohl auf uns gewartet, als wir dort ankamen, wurden dann auch erstmal einige wichtige Personen wie der Germanistikprofessor vorgestellt. Die Veranstaltung war anscheinend der krönende Abschluss von Deutschkursen, denn zuerst wurden einigen TeilnehmerInnen Zertifikate überreicht, für die sie sich dann höflich auf deutsch bedankten. Anschließend führten die TeilnehmerInnen noch ein kleines Theaterstück auf. Daraufhin kamen wir zu dem burkinischen Film namens Yaaba (das heißt wohl Großmutter auf Moore), der vor Urzeiten wohl mal von einem dritten Programm auf VHS-Kassette aufgenommen worden war (zumindest kam dort noch eine Ansagerin vor). In dem Film geht es grob gesagt um eine alte Frau, die aus dem Dorf verstoßen wird, weil sie für eine Hexe gehalten wird. Schließlich stellt sich das aber als böse Verleumdung heraus.


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Fr. 29.08 Beschneidung und Kingston

Mit einer ernsten und umstrittenen Diskussion hat der heutige Tag begonnen und endete mit live Musik, Tanz und viel Spaß.

Thema der heutigen Debatte war die Beschneidung der Frau. Zunächst erzählte Ernest uns einiges über das Beschneidungsritual in Burkina Faso. Dabei nannte er Gründe für die Verstümmelung der Frau: Man glaubt unter anderem, dass eine nicht beschnittene Frau nicht treu sein kann, dass die Klitoris das Kind bei der Geburt beschädigen kann oder auch, dass aus dem weiblichen Geschlechtsteil ein Penis wachsen könnte. Anschließend berichteten einige Burkinabé, dass in ihren Familien die Mädchen teilweise beschnitten sind. Seit einigen Jahren ist die Beschneidung der Frau in Burkina Faso allerdings verboten und die Anzahl der betroffenen Frauen ist seit dem gesunken. Trotzdem sind noch rund 70 Prozent der weiblichen Burkinabè beschnitten. Innerhalb der Debatte kam es zu einigen Meinungsverschiedenheiten sowohl zwischen den Burkinabè und den Deutschen als auch innerhalb der burkinischen Gruppe.


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So. 31.08. Abschiedsparty

Nach sehr entspanntem Aufstehen werden wir, die Gastgruppe, von den Burkinabe mit einem Spaziergang in einen Wald gelockt. Und trotz der tollen Natur und vielen interessanten Gesprächen ist die Gruppe- zu Hause angekommen- ein bisschen erschöpft, weil wir insgesamt doch sehr lange in der Mittagshitze rumgelaufen sind.


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Do. 27.08.2008 Austausch

Morgens ist frei, alle zerstreuen sich, nachmittags sind wieder Diskussionen.

Zuerst geht es um Arbeit und Jugend, in Burkina Faso gibt es keine Arbeitslosenstatistik, da die Regierung nicht schwarz auf weiß haben will, dass es mehr Leute gibt, die keine Arbeit haben, als Leute, die welche haben.

Danach gibt es einen sehr interessanten Austausch über Thomas Sankara, der doch reichlich laut wird, als verschiedene Meinungen deutlich werden, ob es sich um eine Revolution handelte oder nicht.

Dazwischen fragen wir nochmal nach, ob die Burkinabe noch unzufrieden sind, wie der Austausch gerade läuft, was eigentlich klar ist, aber, was auch schon ziemlich klar war, sie sagen nichts.

Ina

Di 26.08.2008 L’etrange rencontre de la jeunesse europe afrique

Das furchtbare Weckkommando in Form von Jonathan schreckte uns heute morgen schon um 6:45h aus unseren Träumen, damit wir zum internationalen Treffen der europäischen und afrikanischen Jugend fahren können. Obwohl Berti sich extra bemüht hatte, heute besonders lange zum Aufwachen zu brauchen (Berti besitzt die seltene Fähigkeit in jeder Position die man einnehmen könnte, um aufstehen zu können, eine halbe Stunde zu verharren, bis er endlich in der Lage ist ganz aufzustehen und sich fertig zu machen), kamen wir zu früh in der Schule an. Schon zum 2. Mal kommen über 200 Jugendliche aus allen Teilen Westafrikas und Europa (Frankreich) zusammen, um sich über Kapitalismus, Neokolonisation, Entwicklung und Chancen auszutauschen und gemeinsam für eine gerechtere Welt zu kämpfen.
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Mo. 25.08.2008 Dissonanzen

Die Burkinabegruppe ist gespalten und die verschiedenen Grüppchen streiten sich, das bekommen wir heute morgen mit. Als endlich alle da sind, soll jeder seine persönliche Bilanz der letzten drei Wochen ziehen, was für die Europäer etwas überraschend kommt, was wiedereinmal dazu führt, dass eine bessere Informationsweitergabe angemahnt wird. Dennoch wird die Runde begonnen. Dabei fällt auf, dass in ihr kaum Burkinabe vertreten sind und es immer dieselben sind, die anwesend sind.


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Fr. 22.08.2008 Naturspektakel

Gerade in Bobo angekommen geht es heute schon wieder für den ganzen Tag aufs Land. Auf dem Programm steht ein Besuch von zwei besonderen Naturschauplätzen in der Nähe von Banfora, einer Stadt 80 km von Bobo. Ein Wasserfall (Chutes de Karfiguiéla) und eine Felslandschaft (Les dômes de Febedougou) warten dort auf uns. Schon beim Frühstück ist der Himmel von dunklen Wolken bedeckt, die nichts Gutes für das heutiges Wetter erahnen lassen.


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So. 24.08.2008 Autopanne

Ja, das von allen befürchtete und gleich wohl, als längst überfällig, erwartete Ereignis ist eingetreten, der Bus hatte eine Panne. Dabei hatte der Tag ganz gut angefangen, wir sind nämlich in der Früh mal ganz gut losgekommen, was allen wichtig war, denn Michelle hat Angst nachts Landstraße zu fahren seit sie in Indien mit einem Bus nachts einen Unfall hatte. Im Gegensatz zu den letzten Tagen war sehr heißes, sonniges Wetter, jetzt wo wir den ganzen Tag im Auto sitzen müssen :( , andererseits auch gut, nachdem durch die Fugen des Busses nicht unerhebliche Mengen Wasser auf uns niedergehen, wenn es regnet.


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